Bastien Mader

Ehemaliger dualer Student

Ich bin Bastien Mader, ich bin 24 Jahre alt und wohne in Reinheim.

Was ist dein Werdegang bei der Haftpflichtkasse?

Ich bin seit etwas mehr als 5 Jahren bei der Haftpflichtkasse. 2013 habe ich meine Ausbildung zum Kaufmann für Versicherungen und Finanzen angefangen, anschließend habe ich mit der Haftpflichtkasse zusammen mein duales Bachelorstudium im Bereich Versicherungs- und Finanzwirtschaft an der Wiesbaden Business School begonnen. Nach meinem Abschluss im Juli 2018 habe ich mich dafür entschieden als Projektmanager mit dem Fokus Innovation in unserer Betriebsorganisation anzufangen.

Erst die Ausbildung und dann das Studium, ich dachte das Studium sei ausbildungsintegriert?

Das ist richtig. Als ich mich nach meinem Abitur entscheiden musste, wohin die Reise geht, wusste ich nur: bloß kein rein theoretisches Studium! Deswegen habe ich mich auf Ausbildungsplätze und duale Studienplätze beworben. Da die Haftpflichtkasse zu diesem Zeitpunkt das Studium noch nicht angeboten hatte, habe ich mich für die Ausbildung entschieden. Als ich dann während der Ausbildung feststellte, dass ich doch noch mehr theoretische Inhalte lernen wollte, habe ich das Gespräch mit Herrn Kilian unserem Ausbildungsleiter gesucht und wir haben zusammen die Lösung des mittlerweile angebotenen Studienprogramms (AIS) ohne den Ausbildungsteil als optimale Lösung gesehen.

Verstehe. Du hast also erst die Ausbildung und anschließend ein klassisches Studium bei der Haftpflichtkasse gemacht.

Wie ist das Studium aufgebaut?

Das Studium geht 6 Semester. Pro Semester hat man drei Monate Vorlesung. Anschließend ist ein Monat Klausurenphase und die restlichen zwei Monate des Semesters ist man im Unternehmen eingesetzt.
Grundsätzlich bekommt man im Studium die ersten drei Semester die Grundlagen der BWL (Personalmanagement, Vertrieb, Marketing, Organisation, Steuer- und Wirtschaftsrecht) und VWL sowie Mathematik beigebracht. Diese Grundlagen sind für die anschließende Spezialisierung auf Versicherungen und Banken ab dem vierten Semester extrem wichtig, da es dann leichter fällt Zusammenhänge zu verstehen.
Die Inhalte der Spezialisierung umfassen: Versicherungs- und Bankmanagement, Bewertung von Finanzinstrumenten, Controlling der Finanzdienstleistungsunternehmen, Risikomanagement von Finanzdienstleistungsunternehmen, Versicherungsprodukte und Rechnungslegung der Banken und Versicherungen.

Kannst du uns etwas zu Dozenten und Kommilitonen berichten?

Ein großer Vorteil der Hochschule ist die ausgeprägte Praxis- und Dozentennähe. Alle Dozenten waren vor Ihrer Tätigkeit an der Hochschule bei Unternehmen aus dem Bereich Banken, Versicherungen, Wirtschaftprüfer oder Unternehmensberatung angestellt. Die Studieninhalte werden in Zusammenarbeit mit Versicherungsunternehmen entwickelt. Die vermittelte Theorie wird durch Praxisbeispiele veranschaulicht und bietet somit eine gute Grundlage für Diskussionen während der Vorlesung. Außerdem stehen die Dozenten immer gerne für Rückfragen oder Gespräche außerhalb der Vorlesung zur Verfügung.
Während des Studiums lernt man viele neue Menschen und Freunde aus den unterschiedlichsten Regionen Deutschlands kennen. Wiesbaden und das angrenzende Mainz sind aus meiner Sicht für Studenten sehr interessante Städte mit vielen Bars, Restaurants, Clubs, Shoppinggelegenheiten und weiteren Möglichkeiten zur aktiven Freizeitgestaltung.

Welche Aufgaben hast du während deines Studiums im Betrieb übernommen?

In meinen Praxisphasen wurde ich in unterschiedlichen Abteilungen eingesetzt. Durch die Rotation bekommt man einen guten Überblick über die unterschiedlichen Bereiche im Unternehmen und kann die Theorie in der Praxis anwenden.
Die Praxisphasen werden in Abstimmung mit dem Ausbildungsleiter organisiert und geplant. Ein Mitspracherecht, in welchen Unternehmensbereichen man während des Studiums erste praktische Erfahrungen sammelt hat man immer.
In meinem Fall konnte ich im Vertrieb, Marketing, Risikomanagement und in der Betriebsorganisation mitarbeiten. In den Abteilungen hatte ich die unterschiedlichsten Aufgaben, meistens waren es eigenverantwortlich organisierte kleinere Projekte, die man innerhalb der zweimonatigen Praxisphase durchführen und abschließen konnte.

Du hast gesagt du bist jetzt Projektmanager mit Fokus auf Innovation.

Warum hast du dich genau für diesen Job im Anschluss an dein Studium entschieden?

Für mich war es wichtig eine Tätigkeit zu finden, die mir zum einen die Möglichkeit gibt mich mit dem aktuellen Wandel der Versicherungsbranche (neue Kundenbedürfnisse und Geschäftsmodelle, Digitalisierung, StartUp Branche, …) zu beschäftigen und zum anderen mich persönlich weiterzuentwickeln. Durch das Projektmanagement mit Fokus auf Innovation leite und organisiere ich eigenverantwortlich Projekte und Maßnahmen, die das Ziel verfolgen Innovationen im Unternehmen zu treiben und umzusetzen. Mit meinen Projekten habe ich immer wechselnde Themenfelder, ich muss mich also immer in neue unbekannte Sachverhalte einarbeiten, dadurch lerne ich extrem viel Neues. Diese Eigenschaften machen den Reiz an meinem aktuellen Job aus.

Was bringt dir das Studium in deiner täglichen Arbeit?

Im Studium und der Ausbildung habe ich die gesamte Wertschöpfungskette eines Versicherungsunternehmens kennengelernt. Dieses Wissen ist elementar wichtig, um die aktuellen Veränderungen in der Branche einschätzen zu können, die Folgen daraus abzuleiten und die richtigen Schlüsse für meine tägliche Arbeit zu ziehen.

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